Update Gelenksprotheseninfektionen (or: the Swiss way goes to America)
Die amerikanischen Widerstände gegenüber einer Belassung einer infizierten Gelenksprothese (unter bestimmten Bedingungen, s.u.) könnten sich künftig vermindern - glaubt man an den positiven Effekt der 2 Schweizer Referenten W. Zimmerli und A. Trampuz. Unterstützung gibt's diesbezüglich bereits vorbestehend in schriftlicher Form: die im Jahre 2004 im NEJM publizierten Empfehlungen finden sich im "Sanford" (Papierform 2008: S. 29).
Diabetischer Fuss: Osteomyelitis
Etwa 20% der chronischen infizierten Ulcerationen gehen mit einer Osteomyelitis (OM) einher. Die Diagnose einer Osteomyelitis ist oft nicht einfach, da pathologische ossäre Strukturen bildgebend manchmal schwierig von einem Charcot-Fuss zu differenzieren sind und Knochenbiopsien (kulturell) sowohl falsch pos. wie falsch neg. ausfallen können. Soll dennoch immer biopsiert werden? Wann braucht es chirurgische Massnahmen? Die Referenten (T. Berendt, Oxford, UK; B.. A. Lipsky, Seattle, WA/USA) zeigten auf, dass es zu diesen Fragen keine Standardantworten gibt.
Neue HIV- Medikamente: Interessante Entwicklung geht weiter!
In einer Slide- und einer Postersession am Sonntag und wurden einige Entwicklungen zu neuen Medikamenten vorgestellt. Wir berichten über Raltegravir bei unbehandelten Patiente, über Elvucitabine, RDEA806 und Bevirimat, drei weitere Substanzen zur Behandlung der HIV-Infektion in klinischer Prüfung.
Protease-Hemmer und das Abacavir-Thema
Einige Arbeiten am ICAAC befassten sich mit den neueren Protease-Hemmern. Ein weiteres Thema, welchs wir hier noch abhandeln sind die Fragen rund um die Potenz von Abacavir gegenüber Tenofovir.
HIV-Infektion und Schwangerschaft

- Am ICAAC 2008 wurden auch ein paar wenige Posters zu Themen rund um die Schwangerschaft bei HIV-Infektion gezeigt. Einige haben es auch in unser Summary geschafft.
Neue Impfansätze (Poster)
Wir haben 3 Poster-Präsentationen herausgegriffen, welche vielversprechende Ansätze zur Vakzinierung bei Hepatitis B-Non Respondern, gegen Dengue und staph. aureus beschreiben.
Chikungunya: altes Virus in neuer Mücke!
Nebst einem update über die Erkrankung erfahren Sie, wie das Virus zu einem neuen Vehikel gekommen ist!
Nebenwirkungen der HIV-Therapie
Wer mit einer HIV-Therapie beginnt, wird sich ja in der Regel auf eine Jahrzehntelange Therapie einstellen. Neue Substanzen müssen daher vor allem der Anforderung einer guten Langzeitverträglichkeit genügen. Da Medikamente bei der Einführung meist nur an einigen hundert Patienten erprobt sind, müssen die weiteren Erfahrungen der Therapie im Verlaufe der Anwendung gut überwacht werden.
Hier eine Auswahl von Arbeiten, welche sich am ICAAC mit der Toxizität der bereits eingeführten HIV-Medikamente auseinandersetzten.
Managementfragen rund um HIV-Therapie
Die HIV-Therapie muss heute auf eine (Jahrzehnte-) lange Intervention ausgerichtet werden. Daher gibt es immer mehr Arbeiten, die sich mit Fragen eines optimalen Managments der HIV-Therapie auseinandersetzen. Zu diesen Fragen gehören auch:
- Vereinfachung der Therapie
- Richtiger Zeitpunkt des Therapiestarts
- Auswahl der optimalen (individualisierten) Therapie
Sexuelle Übertragung von HIV
Mit dem EKAF Statement werden Arbeiten über biologische Kofaktoren einer HIV-Infektion wieder mehr beachtet. Auch am ICAAC gab es erneute einige Arbeiten zu diesem Themenkreis.