Tollwut in der Schweiz
Seit 1996 ist die Schweiz frei von Tollwut bei Landtieren. Am 2.09.2002 wurde jedoch eine tollwütige Wasserfledermaus in Genf gefunden. Es ist insgesamt die dritte in der Schweiz gefundene tollwütige Fledermaus. Fledermäuse sind in ganz Europa bekannt als Reservoir für Tollwutviren.
Procalcitonin hilfreich bei kindlicher Meningokokken-Sepsis
Wieder gibt es Hinweise für den diagnostischen Wert des Procalcitonins. Eine Studie aus Liverpool untersuchte diesen Labor-Parameter bei 94 Kindern mit bestätigter Meningokokken-Sepsis.
Preiselbeersaft schützt vor Harnwegsinfekten
Nachdem bereits im British medical Journal 2001 ein Artikel erschien, welcher aufzeigte, dass Preiselbeersaft vor rezidivierenden Harnwegsinfekten schützt, erschien auch im JAMA im Sommer dieses Jahres ein Artikel, welcher aufzeigt, dass Preiselbeersaft vor Harnwegsinfektionen schützt.
Kurzprophylaxe mit Pyrazinamid/Rifampizin nach TBC-Exposition zu toxisch?
Die Prophylaxe der latenten Tuberkulose gewinnt in der weltweiten Bekämpfung dieser Infektion zunehmend an Bedeutung. In früheren Studien konnte die vergleichbare Effizienz einer 2-monatigen Prophylaxe mit Pyrazinamid/Rifampizin (PZA/RIF) im Vergleich zu 6 Monaten Isoniazid (INH)demonstriert werden.
Achtung: Diphterie-Fall in der Schweiz
Bei einem 8-jährigen Mädchen in Luzern, das nie im Ausland war, wurde eine Infektion mit einem Diphterie-toxin bildenden Corynebakterium diagnostiziert. Das Mädchen wurde nie gegen Diphterie geimpft.
Umdenken in USA bezüglich Fluorochinolone?
Die Autoren Goldstein und Garabedian der University of California in Los Angeles, blicken auf die letzten paar Jahre und entdecken, dass mit zunehmendem Einsatz der Fluorochinolone, die Resistenz der Pneumokokken gegenüber den Fluorochinolonen steigt!
Jetzt auch für Erwachsene: Steroide zur Behandlung der Meningitis
Seit Jahren ist bei Kindern bekannt, dass eine Steroidtherapie vor Einleitung der Antibiotika-Therapie die Mortalität von Meningitiden senkt. Jetzt endlich ist der Effekt auch für Erwachsene bewiesen.
MMR-Impfung: Kein Zusammenhang mit Autismus
Seit Jahren werden immer wieder unbegründete Befürchtungen geäussert, die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) verursache Spätschäden wie Autismus und Entwicklungsrückstand. In einer Dänischen Kohortenstudie wurden mehr als 500"000 Kinder über durchschnittlich 4 Jahre beobachtet und das Auftreten von Autismus studiert.
Impfung gegen Gebährmutterkrebs
Seit einiger Zeit ist bekannt, dass das spezielle Stämme des "Human Papilloma Virus" (HPV) sowohl Cervix-Karzinom wie auch das seltenere Penis-Karzinom verursachen. Eine Impfung gegen HPV könnte eine neue Prävention darstellen.
ACHTUNG: MASERNEPIDEMIE IN ITALIEN
Italien erlebt dieser Tage eine regelrechte Masernepidemie. Betroffen sind v.a. die Regionen um Rom und Neapel. (Lazio;Campania)